Liebesgeflüster im Bett ist für viele von uns wichtig. Was man alles sagen kann, wenn man sich sexuell näherkommt, ist individuell unterschiedlich und Geschmackssache. Trotzdem kann man auf einiges achten.

Die Systemische Sexualberaterin und Sex-Bloggerin Theresa Lachner gibt allgemeine Tipps, damit der Dirty Talk nicht gekünstelt ist und sich für alle Beteiligten gut anfühlt.

"Wenn man eine Beziehung hat, ist Dirty Talk einfacher. Beim One-Night-Stand ist es schwerer."
Simon, Student

Je nach Beziehung zum Gegenüber sind unterschiedliche Worte, Laute und nonverbale Signale möglich. Eine-Stunde-Liebe-Reporterin Nora Wilker hat sich auf dem Campus der Uni Köln dazu umgehört. Viele Studierende haben das Gefühl: Das Sprechen beim Sex ist sehr von Pornos beeinflusst. Das würde man zum Beispiel an englischen Redewendungen wie "spank me daddy" merken.

Lustvolle Worte für die Vulva zu finden, die weder medizinisch noch kindlich klingen, fällt vielen eher schwer. "Das ist systemisch und historisch bedingt", sagt Sex-Bloggerin Theresa Lachner.

"Schauen wir uns die binären Begriffe an: Hier das Gemächt, da die Schamlippen. Da zeigt sich ja: Die Frau soll sich für ihre Sexualität schämen."

Wenn es ums Reden beim Sex geht, plädiert Theresa für einen aufgeschlossenen Umgang. Wünsche und Bedürfnisse zu kommunizieren sei wichtig. Aber auch, immer wieder nachzufragen, was dem Gegenüber gefällt, mache den Sex für beide besser.

"Consent ist sehr wichtig, vor allem seit #metoo gibt es ein Bewusstsein dafür. Nicht einfach loslegen, sondern fragen: Worauf hast du Lust? Was gefällt dir?"
Theresa Lachner, Systemische Sexberaterin

Dazu gibt's in Eine Stunde Liebe ein neues Liebestagebuch von Janina: Sie spricht darüber, wie wichtig ihr es geworden ist, dass man beim Daten ehrlich miteinander ist. Janina hat ihren Freund nämlich beim Versuch erwischt, fremdzugehen.