Wenn Menstruationsschmerzen absolut unerträglich werden, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass eine Frau Endometriose hat. Das sind Verwachsungen von Gewebe außerhalb der Gebärmutter. Bei Rabea hat es zwölf Jahre bis zur Diagnose gedauert.

"Es gibt keine Männerkrankheit, die so schmerzhaft ist. Und wenn es das geben würde, wäre da garantiert schon eine Lösung gefunden."
Sylvia Mechsner, Gynäkologin, Charité Berlin

Bei Endometriose sammelt sich Gebärmutterschleimhaut-ähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutterhöhle. Das führt zu Schmerzen, wenn man menstruiert, auf Toilette geht oder Sex hat. Die Krankheit wirkt sich aber auch auf das Leben und die Arbeit aus.

"Früher waren wir Radfahren, Wandern, beim Tanzsport. Diese sportlichen Belastungen kann ich heute gar nicht mehr ausüben. Und bei der Arbeit habe ich auf 28 Stunden wöchentliche Arbeitszeit reduziert.“
Rabea, weiß seit sieben Jahren von ihrer Endometriose-Erkrankung

Zwölf Jahre lang zog Rabea von Gynäkologin zu Gynäkologin, bis jemand die Diagnose Endometriose stellte. Seitdem hat sie vier Operationen durchgemacht. Aber eine vollständige Heilung gibt es nicht. Das wirkt sich auch auf ihre Beziehung aus – und auf ihren Kinderwunsch.

"Die Behandlungen und Operationen sind schon ziemlich belastend. Auch für mich, weil ich hilflos zusehen muss, wie es Rabea geht."
Thomas, Ehemann von Rabea

In "Eine Stunde Liebe" erzählen Rabea und ihr Mann Thomas, wie sie mit der Krankheit umgehen.

Informationen zu Symptomen, Ursachen, Diagnose und Behandlung von Endometriose findet ihr zum Beispiel auf Gesundheitsinformation.de.