Der K2 ist der zweithöchste Berg der Welt. Anja Blacha ist die erste Deutsche, die ihn bezwungen hat. Der 29-jährigen Bielefelderin geht es dabei aber um mehr als Rekorde.

Es ist ein herausragende Leistung, zu Fuß den 8611 Meter hohen Berg zu besteigen. Allein, weil es nicht immer möglich ist, erklärt die Bergsteigerin Anja Blacha. Viele Jahre ist der Aufstieg aufgrund der Wetter- und Umweltbedingungen gar nicht möglich, erklärt sie.

"Auch als Frau den Klischees zu trotzen, die gar nicht aussieht wie der typische Bergsteiger, es auch schaffen zu können – das ist super!"
Anja Blacha, Extrem-Bergsteigerin

Das sie die erste Deutsche sein würde, war ihr klar, "aber das war nicht die Motivation, dort hochzusteigen", sagt sie. Es ging ihr nicht um eine Rekordjagd, sondern Anja wollte sich selbst beweisen, dass sie es schafft. Die 29-Jährige freut sich über ihren Erfolg auch deshalb so sehr, weil sie mit dem Klischee der typischen Bergsteigerin gebrochen habe. Sie hofft, dass durch ihren Erfolg auch andere Dinge tun, bei denen sie bezweifeln, das sie es schaffen könnten.

Extremsportler suchen nach immer neuen Rekorden

Für diejenigen, die die Aufmerksamkeit der Medien brauchen, um neue Sponsoren zu finden, sei es wichtig, neue Rekorde aufzustellen. Dadurch kämen sie irgendwann in fragwürdige Grenzbereiche.

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Nächstes Projekt: Südpol

Dabei plant Anja bereits ihre nächste Herausforderung: Allein auf Skiern zum Südpol. Wieder wäre sie die erste Frau, die eine solche Expedition wagt. Expeditionen auf derselben Route hätte es bereits mehrfach gegeben.

"Ich bin ein extrem zielorientierter Mensch. Bei den Bergen finde ich es so greifbar und erfüllend, das Ziel zu erreichen. Das gibt mir einen Superausgleich zum Arbeitsleben."
Anja Blacha, Extrem-Bergsteigerin

Die Südpolexpedition beschreibt Anja als ein Riesenprojekt. Eigentlich unvorstellbar. Ihre Taktik sei es, das Projekt in kleine, schaffbare Teil zu splitten. Auf diese Weise werde es begreif- und machbarer, erklärt Anja. "Auf einmal stehe ich an der Startlinie und werde es umsetzen – und hoffentlich auch erfolgreich abschließen."