Valerie Wolf macht in Sachsen ein FSJ der besonderen Art - ein FSJ Pädagogik. Dabei kann sie ausprobieren, ob sie wirklich Lehrerin werden will. Sie unterrichtet zwar nicht, aber unterstützt die Lehrkräfte und ist im Kontakt mit den Schülern.

Valerie, 19 Jahre alt, macht ihr Freiwilliges Soziales Jahr an der Grundschule in Flöha, in der Nähe von Chemnitz. 300 Kinder besuchen die Schule. Valerie unterrichtet nicht selbst, aber sie ist beim Unterricht dabei. Schaut zu und kann Erfahrungen sammeln. Für sie ist das FSJ eine Zeit für Orientierung, sagt Valerie.

Portrait von Valerie Wolf. Sie steht vor dem Eingangstor der Schule. Hat halblange blonde Haare. Lächelt in die Kamera.
© Nadine Lindner
Valerie will Lehrerin werden. Doch der erste Studiumsversuch - Lehramt für Gymanisum - hat ihr nicht zugesagt.

Sie übernimmt jeden Morgen um acht Uhr den Busdienst. Das heißt, sie bringt die Kinder von der Bushaltestelle sicher zur Schule. Sie geht mit auf Wandertage. Baut beim Sportunterricht die Geräte auf. Begleitet die Lehrkräfte im Schulalltag.

Das FSJ als Bildungs- und Orientierungsjahr

Seit 2013 gibt es das FSJ-Pädagogik in Sachsen. Im ersten Jahrgang nahmen 40 Personen teil, über die Hälfte von ihnen studierte anschließend auf Lehramt. Valerie hat in diesem September begonnen. Auch sie will danach Lehrerin werden. Und zwar an einer Grundschule - bei dieser Entscheidung hat ihr das FSJ schon geholfen.