Die Sommerferien stehen vor der Tür und keiner da, der die Blumen und Pflanzen bei euch zu Hause gießt? Halb so schlimm, denn mit wenigen Handgriffen könnt ihr euch selbst eine Bewässerungsanlage bauen. Wir zeigen euch wie.

Zwei Wochen im Hochsommer ohne zu gießen - das übersteht eigentlich kaum eine Pflanze unbeschadet. Blöd also, wenn man in den Urlaub fährt, es aber keine Nachbarn oder Freunde gibt, die eure grünen Lieblinge regelmäßig wässern. Was also tun? Die Lösung lautet: Ihr kümmert euch selbst drum und baut euch eine Bewässerungsanlage. Die gibt es zwar auch fertig zu kaufen, aber das wollen wir nicht. Viel zu langweilig und je nachdem auch teuer.

"Man sollte nicht erst zwei Tage vorm Urlaub auf die Idee kommen, das ganze auszuprobieren."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk Nova

Nehmt euch im Vorfeld genügend Zeit, das System auszuprobieren. Prüft auch, wie lange das Wasser hält, und unter welchen Bedingungen wie viel Wasser verbraucht wird, rät unsere Reporterin Anke van de Weyer. Bei allen Methoden braucht ihr einen Behälter für das Gießwasser. "Und dann geht es eben darum, die Pflanzen gleichmäßig und dauerhaft zu bewässern", so Anke. 

Flasche kopfüber und fertig

Ziemlich einfach geht das mit Aufsätzen für PET-Flaschen, erklärt Anke. Die gibt es zum Beispiel mit einem Tonkegel vorne dran. 

"Wenn man die Flasche voll mit Wasser macht und kopfüber in den Blumentopf oder ins Beet steckt, dann saugt sich der Tonkegel mit Wasser voll und gibt das Wasser langsam an die Erde ab."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk Nova

Wenn ihr die Flasche mit Kegel in die Erde steckt, dann unbedingt ein kleines Loch in den Flaschenboden stechen, damit kein Unterdruck entsteht - das Wasser soll ja schließlich fließen können. Bei PET-Flaschen ist bei zwei Litern meistens Schluss. Deswegen ist die Flaschenmethode eher was für kürzere Zeiträume bis zu einer Woche. 

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Es gibt aber auch Systeme, bei denen an den Kegeln ein kleiner Schlauch dran ist, sagt Anke. Der Schlauch kommt in ein Gefäß mit Wasser. Je nach Größe kann man damit auch eine größere Zeitspanne überbrücken - mit einem Putzeimer oder direkt mit der Badewanne.

Hilfe aus der Apotheke

Alternativ zum Kegel könnt ihr auch mit einem Wollfaden arbeiten. Das Prinzip: Das eine Ende des Fadens hängt im Wasserbehälter, das andere Ende im Pflanztopf. "Der Faden saugt sich mit Wasser voll und bewässert so die Pflanze", sagt Anke. Dabei solltet ihr darauf achten, dass der Faden wirklich gut fixiert ist und sich nicht löst. Ihr könnt den Faden zum Beispiel stabilisieren, indem ihr ihn durch Strohhalme zieht.

"Den vielleicht schönsten und absurdesten Tipp hab ich aber die Woche beim Friseur bekommen. Man hat mir geraten: Geh in die Apotheke."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk Nova

In der Apotheke könnt ihr euch entweder einen kompletten Tropf besorgen, oder nur den Schlauch mit Rädchen zum Regulieren der Wassermenge. "Das kostet ein paar Cent. Und dann kann man den Pflanzen quasi eine Wasserinfusion verpassen", so unsere Reporterin.

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Auch hier gilt: Der Tropf muss höher hängen als der Pflanztopf. "Das Ganze kann man sogar so pimpen, dass man den Schlauch mit einer Campingdusche verbindet. Die gibt es mit bis zu 40 Liter Fassungsvermögen", so Anke.