William Heming ist Immobilienmakler. Das ist nicht ungewöhnlich. Sein unheimlicher Zeitvertreib: Zu jeder dieser Wohnungen besitzt er einen Schlüssel und er verschafft sich unerlaubt Zutritt. Dieser Roman von Paul Hogan heißt "Die seltsame Berufung des Mr Heming".

Auf den ersten Blick ist William Heming ein einnehmender Typ. Der Immobilienmakler hat schon in jeder Straße seiner Stadt ein Haus verkauft. Er geht gerne - und beobachtet dabei seine Umgebung. Er möchte genau wissen, wer in welcher Wohnung wohnt und wo jemand aus- oder einzieht. Das könnte auf einen Außenstehenden kauzig und zwanghaft wirken, aber noch keinesfalls bedrohlich.

Er legt sich heimlich in fremde Betten und repariert Sachen

Das Problem ist nur, jede Wohnung, deren Schlüssel er einmal besessen hat, scheint für immer ihm zu gehören. Er lässt sich unbemerkt Ersatzschlüssel nachmachen, verschafft sich Zutritt, wenn keiner Zuhause ist, legt sich in Betten, bedient sich an Kühlschränken oder repariert Kaputtgegangenes.

William Heming sieht sich als der Gute unter den Bösen. Er belohnt Menschen, die sich richtig verhalten, aber bestraft auch diejenigen, die Fehler machen. Eines Abends sieht er einen Mann, der seinen Hund ganz ungeniert auf den Gehweg kacken lässt. Er weist den Mann darauf hin, erntet dafür aber nur einen dummen Spruch.

Dumm gelaufen, aber nicht für William Heming. Die Leiche des Mannes in irgendeine Wohnung zu bringen, fällt ihm nicht schwer, er hat eine große Auswahl. Ab diesem Punkt nimmt die Geschichte Fahrt auf - und als sich Mr. Heming plötzlich verliebt.