Noch eine Woche bis zur Zeitumstellung - im Netzbasteln reden wir diesen Sonntag über künstliches Licht. Zunächst über die beste Lampenwahl - also weshalb ein Farbwiedergabeindex (abgekürzt: "CRI" oder "Ra") von über 95 sinnvoll ist, und wie sich die Farbtemperatur einer Lampe auf das Wohlbefinden auswirkt, und welche LED-Blogs die besten, nerdigsten Lampen-Tests durchführen.

Dosentelefon mit Licht

Für die dunklen, einsamen Wintertage haben Netzbastler Moritz und sein Bruder Kaspar ein Dosentelefon mit Licht erfunden. Die sogenannten "Syncenlights" sind übers Netz miteinander synchronisierte Lampen. Wenn man deren Knopf drückt, wechseln sie ihre Farben im Regenbogen-Farbkreis - und übertragen die gewählte Farbe an alle weltweit verbundenen Syncenlight-Lampen.

Was kommt aus China, hat WLan und kostet 1,60 Euro?

Zum Basteln braucht es nur den Lie namens ESP8266 (zum Beispiel Wemos D1 Mini), eine oder mehrere "Neopixel" / WS2812B LEDs, entweder von einem LED-Streifen oder als Aufsteckmodul, dazu einen beliebigen Taster-Knopf und etwas Kabel. Die einfache Schaltung passt sogar in kleine Foto-Filmdosen oder ganz andere Gehäusevarianten – zum Beispiel in Konservendosen. Wir arbeiten mit einer einfachen Schaltung für einen kapazitativen Sensor. Den Code haben Moritz und Kaspar bei Github hochgeladen.

Das Syncenlight ist auch Gegenstand eines Bastel-Workshops, den Moritz am 27. Oktober 2018 beim Münchner Netzkongress der Radiokollegen vom BR-Zündfunk halten wird.