Oft gucken wir weg, wenn ein wohnungsloser Mensch in der U-Bahn nach etwas Kleingeld fragt. Was bleibt ist ein Schuldgefühl. In der Ab 21 besprechen wir, wie eine Lösung für solche Situationen aussehen kann und wie wir darüber hinaus helfen können.

Dominik hat jahrelang auf der Straße gelebt und währenddessen nicht geglaubt, dass er seinen 30. Geburtstag erleben wird. Sein Wunsch für den Umgang mit obdachlosen Menschen: Mehr Aufmerksamkeit und auch mal ein Lächeln.

"Die meisten Menschen gucken weg."
Dominik Bloh

Das wichtigste im Gespräch mit wohnungslosen Menschen ist, dass man die Wünsche des Gegenübers respektiert, betont Manuel Eigmann, der als Streetworker in Berlin arbeitet. Im Podcast erklärt der Sozialarbeiter, worauf man sonst achten sollte, wenn man einer obdachlosen Person begegnet und wann es wichtig wird, medizinische Hilfe zu rufen.

Gespräche mit obdachlosen Menschen: Respekt ist wichtig

Etwa 37.000 Menschen unter 27 Jahren sind in Deutschland von Wohnungs- und Obdachlosigkeit betroffen, so das Deutsche Jugendinstitut. Dabei kann sich die Wohnsituation immer wieder verändern, sagt Susanne Gerull, die zu Wohnungslosigkeit forscht.

Wohnungs- und Beherbergungsmöglichkeiten sind inzwischen zwar vielfältiger, beobachtet die Forscherin – das heißt aber nicht, dass alle Probleme gelöst sind.

Hier kommst du weiter, wenn du dich für bedürftige Menschen engagieren möchtest

Podcast zur Sendung
  • Ab 21
  • Moderatorin:  Teresa Nehm
  • Gesprächspartner:  Dominik Bloh, Buchautor, hat jahrelang auf der Straße gelebt
  • Gesprächspartner:  Manuel Eigmann, Sozialarbeiter und Streetworker bei Gangway e.V.
  • Gesprächspartnerin:  Susanne Gerull, Professorin für Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin