Wir kennen sie mit dem Ball auf der Nase aus dem Zoo. Aber Seelöwen können viel mehr. Sie sind die heimlichen Intelligenzbestien unter den Tieren. Manche können sogar Piktogramme nach Bedeutung sortieren.

Da hatten die Forscher nicht schlecht gestaunt. An einer amerikanischen Universität wollten sie Delfinen beibringen, ein Dreieck von einem Viereck und einem Kreis zu unterscheiden. Nach Monaten waren Delfine damit immer noch überfordert. Seelöwen nicht. Die hatten das Prinzip nach zehn Minuten verstanden.

Seelöwen haben ein tolles Gedächtnis

Die komplexeste Gedächtnisleistung, die im Tierreich je ermittelt wurde, stammt von einer Seelöwin. Die hatte sich sofort an einen Versuch erinnert, den sie zuletzt vor zehn Jahren gemacht hatte. Das ist schon erstaunlich.

"Rocky" der Intelligenz-Superstar der Seelöwen

Eine andere Seelöwin hat im Institut für Meeressäugetiere an der University of California in Santa Cruz für Aufsehen gesorgt. Rocky konnte sich 90 grafische Symbole merken. Sie begriff, dass die Symbole Anker und Fisch zusammengehören, aber nicht Kaktus und Anker. Außerdem begriff Rocky, dass man einen Gegenstand aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann, dass der gleiche Ball einmal groß und einmal klein sein kann. Und dann ist da ja noch der Niedlichkeitsfaktor.

Seelöwen sollen auch Therapeuten werden

Delfine tun es längst, Seelöwen zum Teil auch. Sie therapieren Menschen mit mentalen, körperlichen, vor allem seelischen Behinderungen. Die Tiere sollen dabei helfen, positive Gefühle zu entwickeln und gesund zu werden. Erste Erfahrungen aus Deutschland sind positiv. Seelöwen lassen sich liebkosen und die Patienten können mit ihnen im Wasser schwimmen. Eine erste Zusammenarbeit zwischen der Medizinischen Hochschule Hannover und der Seelöwengruppe des Zirkus Krone war auf jeden Fall vielversprechend.