Während Donald Trump regiert, verdient seine Familie mit Kryptowährungen. Wer profitiert wie? Der Investigativjournalist Zach Everson erklärt, was an den Vorwürfen dran ist.
Hotels, Casinos, Merch: Schon vor seiner Präsidentschaft hatte Donald Trump jede Menge Einnahmequellen. Währenddessen kamen dann auch noch Kryptowährungen, in die jede*r investieren kann, dazu. Und wer ganz tief in die Tasche greifen will, der kann sich sogar ein Abendessen mit dem US-Präsidenten erkaufen.
Während sich die US-amerikanischen Bürger'*innen immer weniger leisten können, weil die Lebenshaltungskosten immens steigen, scheffelt ihr Präsident Milliarden.
"Donald Trump hat früher einmal geäußert, dass Krypto nur dünne Luft sei. Was sich geändert hat, ist, dass er einen wirklich guten Weg gefunden hat, diese Luft in Geld zu verwandeln."
Über eine Milliarde US-Dollar soll Trump letztes Jahr mit seinen Krypto-Geschäften verdient haben. Allerdings ist es bei Kryptowährungen schwieriger, Einnahmen nachzuverfolgen und nachzuweisen, erklärt der Investigativjournalist Zach Everson. Er recherchiert schon seit Jahren dazu, woher Trumps Geld kommt.
"Ich recherchiere seit zehn Jahren zu Donald Trumps Geschäften. Erst als freier Journalist, dann beim Wirtschaftsmagazin Forbes und seit Februar arbeite ich bei Public Citizen."
Inzwischen ist Zack Everson nicht mehr für das Wirtschaftsmagazin Forbes tätig, sondern leitet das sogenannte "Trump Accountability Project" bei der Nichtregierungsorganisation "Public Citizen". Dafür schaut er sich auffällige Krypto-Deals von Donald Trump an – und die lassen sich nicht ganz so einfach aufschlüsseln.
Sind Trumps politischen Entscheidungen "käuflich"?
Was wiederum ganz offensichtlich ist und öffentlich abläuft: Trump nutzt sein Amt als Präsident aktiv dafür, dass Regulierungen abgebaut werden. Und er beruft Vorsitzende von Aufsichtsbehörden. Das wirft die Frage auf, ob es sich hier um Interessenkonflikte oder schon Korruption handelt, so Everson. Wie legal ist also das, was Trump tut?
"Trumps Krypto-Geschäfte sind besonders problematisch. Damit kann praktisch jeder Mensch auf der Welt Geld in die Unternehmen von Trump und seiner Familie stecken. Und zwar so viel, wie er will."
Im Jahr 2024 hat Trump beispielsweise mit einigen Familienmitgliedern die Krypto-Firma World Liberty Financial gegründet. Am Anfang sei da nicht viel passiert, sagt Zack Everson. Nach Trumps Wahlsieg änderte sich das allerdings. Ein Unternehmen, hinter dem ein einflussreicher Geheimdienstmann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten steht, habe Kryptowährung von World Liberty Financial im Wert von zwei Milliarden Dollar genutzt, so Everson, um in die Krypto-Plattform Binance zu investieren.
Und eine weitere Firma, die mit demselben Mann verbunden ist, habe sich direkt an World Liberty Financial beteiligt. Politisch heikel, weil die Vereinigten Arabischen Emirate auch politische Ziele verfolgen.
Mehr Hintergründe zu Trumps Finanzgeschäften und eine Einschätzung unserer Auslandskorrespondentin Anne Raith könnt ihr hören, wenn ihr über den Play-Button die ganze Folge hört.
Podcast-Hörtipp – Über Schlafen
Abendroutine und Magnesium-Spray fürs bessere Einschlafen, die Fitnessuhr trackt den Schlaf – und dann um fünf Uhr morgens aufstehen, um produktiv zu sein: "Sleepmaxxing"-Tipps gehen viral. Aber was ist wirklich sinnvoll und was nicht? Mehr dazu in dieser Folge von Über Schlafen: "Über-optimiert? – Der Mythos vom perfekten Schlaf"
Ihr habt Anregungen, Wünsche, Themenideen? Dann schreibt uns an unboxingnews@deutschlandradio.de
