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Nicht nur die Corona-Debatte zeigt, wie viel schief laufen kann bei der Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Wissenschaftsredakteurin Korinna Hennig wagt eine Rückschau und macht Vorschläge für eine gelungenere Wissenschaftskommunikation.

Wissenschaft spielt für die Bewältigung unserer gesellschaftlichen Herausforderungen eine wichtige Rolle. Ob Pandemien wie Covid-19, Klimawandel oder Digitalisierung – wir brauchen die Forschung und ihre Erkenntnisse, um möglichst gute Entscheidungen zu treffen. Das Problem: Diese sind gar nicht so einfach zu verstehen und einzuordnen, insbesondere für Lai*innen.

Wissenschaft in der Vertrauenskrise

Wenn etwas bei der Kommunikation von Wissenschaft falsch läuft – ganz besonders in Krisenzeiten – dann führt das zu Missverständnissen, Vertrauensverlust und Streit. So geschehen in der Covid-19-Pandemie. Die Folgen waren unter anderem: Schuldzuweisungen, Lügen-Vorwürfe, Polarisierung. Das kann politische Debatten und somit Lösungen von gesellschaftlichen Problemen erschweren. Und im schlimmsten Falle sogar die Demokratie selbst gefährden.

"Das Narrativ 'Schuld' hat sich als Bremse einer konstruktiven Debatte zur Pandemie-Bewältigung erwiesen – und darüber hinaus."
Korinna Hennig, Wissenschaftsjournalistin

Die Wissenschaftsjournalistin Korinna Hennig analysiert in ihrem Vortrag, was in der Pandemie in Sachen Wissenschaftskommunikation nicht gut gelaufen ist und macht Vorschläge, wie sie besser funktionieren kann. Mit zur Lösung gehören für sie: Empathie, Transparenz und die wissenschaftliche Kompetenz von Journalist*innen, aber auch von Bürger*innen.

Korinna Hennig ist Wissenschaftsredakteurin beim NDR. Während der Covid-19-Pandemie war sie verantwortliche Redakteurin für den Podcast "Das Coronavirus Update" mit Christian Drosten und Sandra Ciesek. Den Vortrag "Schuld und Lüge – Wissenschaftskommunikation und Vertrauen in Krisenzeiten" hat sie am 13. Juli 2023 auf Einladung der Daimler und Benz Stiftung im Rahmen der Verleihung des Bertha-Benz-Preises 2023 gehalten.

Shownotes
Vertrauen, Schuld und Lüge
Bessere Wissenschaftskommunikation in Krisenzeiten
vom 28. September 2023
Moderation: 
Katrin Ohlendorf
Vortragende: 
Korinna Hennig, Wissenschaftsredakteurin beim NDR
    Quellen aus der Folge: