Den Traumberuf Bestatter oder Orthopädieschuhmacher haben heute wohl die wenigsten. Trotzdem gibt es Menschen, die alte Jobs neu erfinden. Vier davon erzählen in der Ab 21 von ihrer ungewöhnlichen Karriere.

Eigentlich hat Hagen Orthopädieschuhmacher gelernt, weil sein Vater den Beruf auch ausübt. Aber großer Fan war er von dem Job noch nie.

Dann fing der 23-Jährige an, nebenbei seine eigenen Sneaker wieder in Schuss zu bringen und entdeckte dabei eine Marktlücke. Heute hat er einen eigenen Laden und repariert Turnschuhe aus aller Welt.

"Wenn der Sneaker nach der Reparatur scheiße aussieht, dann wird er im Schrank stehen gelassen und nicht mehr gerockt draußen."
Hagen über schlechte Sneaker-Reparatur

Mikale und Kristin kauften vor zweieinhalb Jahren bei einem Tüftler eine Schallplattenschneidemaschine und entwickelten daraus ein kleines Business: Leute schicken ihnen Musik zu – egal ob auf USB-Stick, Soundcloud-Link, CD oder Kassette – und Mikale und Kristin pressen sie in ihrem kleinen Studio in Berlin-Friedrichshain auf Vinyl.

Angestaubten Berufen neues Leben einhauchen: Das geht nicht nur in der Nische

Eric ist aus der Musikindustrie ausgestiegen, um Bestatter zu werden. Der Job im Musik-Business hat ihn irgendwann nicht mehr glücklich gemacht. Der Beruf als Bestatter erfüllt ihn dagegen. Weil er ihn neu definiert hat: Er will die Bestattungs- und Trauerkultur lebensnäher machen und stellt dabei die Frage in den Mittelpunkt: Wie möchten sich die Hinterbliebenen verabschieden?

"Ich kann Sachen nur verbessern, nicht verschlechtern."
Eric Wrede über seinen Beruf als Bestatter