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Urlaub, Job oder Fußballergebnisse: Wir sprechen über so vieles in unserem Leben – doch oft nicht über Sex. In dieser Ausgabe der Ab 21 erzählt Lina, warum es ihr wichtig ist ganz offen über Sex zu reden. Außerdem erklärt der Paar- und Sexualtherapeut Umut Özdemir, wie wir diese Gespräche ganz entspannt hinbekommen.

Filme, Instagram, Podcasts – gefühlt überall sprechen Menschen über Sex. Doch obwohl das Thema ständig präsent ist, haben einige von uns Probleme damit, offen und vor allem entspannt mit Freund*innen und Partner*innen darüber zu reden. Einige weichen mit Scherzen aus, einige verniedlichen plötzlich alles, statt konkret zu werden und andere werden einfach nur krampfig.

Doch wenn wir nicht über unsere Bedürfnisse sprechen, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass wir selbst und auch unsere Partner*in im Bett einiges versäumen. Hinzu kommt: Wenn wir offen mit Freund*innen über Sex reden, können wir von ihren Erfahrungen lernen und in emotional verwirrenden Situationen auf ihre Unterstützung zählen.

Über Sex sprechen ist auch Selbstbestimmung

Lina redet sowohl mit ihren Freund*innen als auch mit ihrem Partner offen über Sex – und verschickt auch mal Empfehlungen für Pornos. Für sie geht es dabei auch um die Selbstbestimmung der Frau. Influencerinnen, die auf Instagram selbstverständlich Sexspielzeug zwischen Taschen und Cremes anpreisen, findet sie einen guten Weg hin zu mehr Offenheit.

"Ich finde, das ist genau der richtige Weg, weil Masturbation auch eine Art von Entspannung und Selbstbeschäftigung ist. Man lernt seinen Körper und sich kennen. Man lernt, wie man reagiert und auch, was einem eigentlich gefällt. Das kann man beim Sex mit seinem Partner oder seiner Partnerin dann auch sagen", erklärt Lina.

Lina
© Lina
Manchmal empfiehlt Lina ihren Freund*innen auch Pornos, die ihr gefallen haben.

Warum über Sex reden unseren Sex auch besser macht

"Die Fragen, die ich bekomme, egal ob sie 15-Jährige oder 70-Jährige stellen, kann man durch die Bank weg auf eine Frage reduzieren: 'Bin ich normal?'"
Umut Özdemir

Umut Özdemir ist Diplom-Psychologe und Paar- und Sexualtherapeut. Bei seiner Arbeit stellt er immer wieder fest, dass wir zu wenig über Sex sprechen. Denn die meisten Menschen, die zu ihm kommen, wollten entweder wissen, ob sie normal seien, oder hören, dass sie mit ihren Problemen oder Symptomen nicht alleine sind. Im Podcast erklärt Umut, wie es uns gelingen kann, wirklich entspannt über Sex zu sprechen.

Umut Özdemir
© inteamsein
Umut Özdemir sagt, dass es viele gute Gründe gibt, über Sex zu reden. Einer davon ist: besserer Sex.

Auch spannend:

Wie wir in Beziehungen über Sex reden:

  • Einer Umfrage des Datingportals Elitepartner zufolge spricht nur jeder beziehungsweise jede zweite Deutsche in einer Beziehung über sexuelle Wünsche.
  • 42 Prozent der Männer geben dabei an, dass sie die meisten ihrer sexuellen Fantasien in ihrer derzeitigen Partnerschaft ausleben. Bei den Frauen sind es rund 51 Prozent.
  • Je länger eine Beziehung dauert, desto mehr wird geschwiegen. In der Umfrage geben 70 Prozent der Menschen, deren Partnerschaft unter drei Jahre andauert, an, über sexuelle Wünsche zu sprechen. Dauert die Beziehung zwischen zehn und 20 Jahren, sagen das nur noch 51 Prozent.
  • Jede fünfte Befragte und jeder dritte Befragte wünscht sich mehr sexuelle Offenheit vom Partner beziehungsweise von der Partnerin.

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