Erst war es ein Pfeifhase, der der Rekordhalter war, jetzt ist es eine Blattohrmaus.

Sie ist das Säugetier, das in größter Höhe lebt. Forschende haben sie vor einigen Jahren in den chilenischen Anden entdeckt, auf einem Gipfel in über 6700 Metern Höhe. Das war ein neuer Rekord - und zwar deutlich. Denn der Pfeifhase war mehrere hundert Meter weiter unten gesehen worden.

Jetzt hat ein internationales Forschungsteam in der Fachzeitschrift Science beschrieben, wie die Maus in so großer Höhe leben kann. Für die meisten Arten ist das undenkbar, etwa wegen der Kälte, fehlendem Sauerstoff und dem geringen Luftdruck. Die Forschenden verglichen das Erbgut von Mäusen aus der Höhe mit dem von Tieren, die weiter unter leben. Im Labor fanden sie heraus, dass die Hochlandmaus viele Methoden hat, dort oben klar zu kommen. Sie konnte Sauerstoff besser nutzen, ihre Muskeln erzeugten mehr Wärme und auch die Ernährung spielte eine Rolle, zum Beispiel ernährt sie sich von Flechten. Denn viel Auswahl gibt's oben in den Bergen nicht.