Deutsche Schäferhunde sind wie andere Hunderassen anfällig für Erbkrankheiten.

Das liegt an ihrem kleinen Genpool und daran, dass sich darin schädliche Mutationen halten. Jetzt haben Forschende der LMU München und der Uni Oxford die Genome von Schäferhund-Exemplaren aus den letzten 120 Jahren analysiert und verglichen mit weniger hochgezüchteten Hunden aus dem Mittelalter.

Sie schreiben im Fachmagzin PNAS: Schon vor gut 100 Jahren hatten Deutsche Schäferhunde viel weniger genetische Vielfalt als Hunde im Mittelalter. Und nach 1945 hat sich ihr Genpool nochmal verkleinert. Wahrscheinlich, weil durch die Kriegsfolgen der Bestand an Schäferhunden insgesamt geschrumpft ist. Und weil später für die Zucht nur ganz wenige Deckrüden eingesetzt wurden.

Die Forschenden raten, für gesündere Schäferhunde in die Zucht mehr Exemplare aus anderen Ländern und Linien einzubeziehen.