Die Umwelt änderte sich dann schnell: Mal durch Vulkanausbrüche, durch Asteroideneinschläge oder durch fehlenden Sauerstoff in den Ozeanen.
Forschende der Florida State University haben jetzt noch einen Prozess gefunden, der zu urzeitlichen Massenaussterben geführt haben könnte. Und zwar Geochemie. In der Fachzeitschrift Science Advances schreiben sie, dass aus Gesteinen unter anderem Schwefel austritt und in die Atmosphäre gelangt. Das passiert zum Beispiel, wenn im Erdinneren Magma austritt.
In der Atmosphäre verwandelt sich Schwelfel zu Sulfat, und dadurch kann sich die Erde stark abkühlen. Es bilden sich Wolken und die Erde reflektiert mehr Wärme der Sonne zurück ins All.
Das Team glaubt, das solche geochemischen Prozesse auch an einem Massenaussterben vor rund 440 Millionen Jahren beteiligt waren. Damals verschwand in den flachen Meeresgebieten ein Großteil der Arten.
