Das berichten Juristenverbände und verschiedene Medien. Die Namen der Anwälte wurden demnach aus einem bestimmten Register gestrichen. Dadurch dürfen sie ihren Job nicht ausüben.
Es wird vermutet, dass Nicaraguas autoritäre Regierung dahinter steckt. Eine Anwältin im Exil sagt, dass das als Botschaft zu verstehen ist, nach dem Motto: Wer sich verteidigen lassen will, hat in Zukunft nur die Wahl zwischen Anwälten, die der Regierung lieb sind.
Viele Anwälte, Politiker der Opposition und Journalisten sind in den letzten Jahren ohnehin schon ins Ausland geflohen. Zu Hause droht ihnen die Verhaftung. Und auch das Exil bietet offenbar keine Sicherheit: Laut einer Stiftung haben die Behörden in Costa Rica zuletzt mehrere nicaraguanische Journalisten davor gewarnt, dass ihr Leben in Gefahr sei.
