In vielen europäischen Ländern hat es dieses Jahr schon heftige Waldbrände gegeben.

Und: Mit mehr Trockenheit, mehr Hitze und mehr Wind durch den Klimawandel könnte in Europa in Zukunft nochmal deutlich mehr Fläche brennen als bisher. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie unter Leitung vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Konkret steht drin: Bis zum Ende des Jahrhunderts könnte im schlimmsten Fall bis zu dreimal so viel Fläche von Waldbränden betroffen sein, im Vergleich zu heute.

Mehr Waldbrände selbst bei geringer Erderwärmung

Das Team hat verschiedene Simulationen gemacht - für Szenarien, wie sehr sich die Erde in den nächsten Jahrzehnten erwärmt. Und selbst bei vergleichsweise geringer Erderwärmung um etwa 1,8 Grad würde laut den Berechnungen am Ende des Jahrhunderts fast 40 Prozent mehr Fläche in Europa brennen. Besonders betroffen wären Mitteleuropa, große Teile von Westeuropa und der Mittelmeerraum. Aktuell steuert die Erde nach Einschätzung vom UNO-Umweltprogramm auf etwa 2,8 Grad Erwärmung zu.

Mehr Prävention gefordert

Das Team sagt: Durch besseres Brandmanagement könnte man die Feuer deutlich kleiner halten. Es müsse mehr Geld gesteckt werden in gute Präventionsmaßnahmen, Früherkennungssysteme, gute Ausrüstung und eine gute Koordination von Forstwirtschaft, Naturschutz und Feuerwehr. Außerdem muss laut Studie der Treibhausgasausstoß deutlich runtergeschraubt werden.

Ein nicht an der Studie beteiligter Forscher vom Institut für Waldbau der Universität für Bodenkultur Wien lobt die Untersuchung. Er weist aber darauf hin, dass in der Studie die Bewirtschaftung der Wälder nicht berücksichtigt wurde - auch die habe Einfluss auf die abgeschätzten Brandflächen.