Jack ist in der DDR geboren, unter einem anderen Namen. Er studiert in Jena. Bis ihn der russische Geheimdienst anwirbt. Als Spion soll er in die USA.

"Ich habe für die falsche Seite gearbeitet. Das kann ich nicht verleugnen."
Ex-Spion Jack Barsky

Sein Geburtsname ist Albrecht Dittrich. Sein Geburtsort: Reichenbach in der Oberlausitz, Sachsen. 1949, im Jahr der DDR-Gründung, kommt er hier zur Welt. Er ist überzeugt davon, im richtigen System zu leben. "Ich war Kommunist", sagt Jack. Und er ist ein Abenteurer, der nie ganz so viel von Regeln hielt. Als der russische Geheimdienst ihn anspricht, fühlt er sich vor allem geschmeichelt

"Zu solcher Arbeit kann man niemanden zwingen, das muss man freiwillig machen."
Ex-Spion Jack Barsky

Er beginnt eine jahrelange Ausbildung als Spion in Berlin und Moskau. Seiner Mutter und seinem Bruder wird erzählt, er sei als Wissenschaftler am Raumfahrt-Programm der Sowjets beteiligt. Tatsächlich lernt er nicht Raumfahrt, sondern Spionage. 1978 wird er schließlich in die USA eingeschleust. 

Ex-Spion Jack Barsky vor dem Schild der Bahnstation 80 St-Hudson St.
© Peter Lueders
Ex-Spion Jack Barsky: "Ich wusste als Agent sehr wenig. Ich wusste genau so viel wie ich brauchte, um meine Aufgabe zu erfüllen."

Seine Aufgabe: politische Aufklärung. Er sollte sich Machthabern in Politik und Wirtschaft nähern. Als erstes muss er sich dafür eine Existenz aufbauen. Jack findet einen Job als Computer-Spezialist und integriert sich in die amerikanische Gesellschaft. Er heiratet. Damit ist sein Doppelleben perfekt – denn auch in Deutschland führt er eine Ehe.

"Wenn man ein Doppelleben führt, manövriert man sich irgendwann in eine Situation, in der man Scheiße baut."
Ex-Spion Jack Barsky

In Eine Stunde Talk erzählt Jack, wo er den Mauerfall erlebt hat, wie er in den USA überlebt hat und warum man nur "The Americans" gucken kann.

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