Raphael Fellmer ist ohne Geld bis nach Mexiko gereist, um einen Freund zu besuchen. Dabei hat er festgestellt: es lebt sich auch ohne Scheine und Münzen ganz gut. Arm ist er deswegen aber noch lange nicht. Im Gegenteil. Das fehlende Geld macht Raphael Fellmer durch Engagement und Kreativität wett.

Januar 2010: Drei Jungs mit Rucksäcken stehen an einer Straße mitten in Den Haag. Sie wollen trampen - nach Übersee. Genauer gesagt nach Mexiko, so steht es auf ihrem selbstgebastelten Schild. Einer von ihnen ist der Berliner Raphael Fellmer.

"Wir wollten das auch ein bisschen feiern. Ich bin schon oft irgendwohin getrampt, aber so'n Ziel auf 'nem anderen Kontinent, das macht man ja nicht alltäglich."
Raphael Fellmer aus Berlin

Am Anfang war es ein Experiment, ein Abenteuer. Raphael und seine Freunde Benji und Nicola wollen etwas tun, wovor viele heute Angst haben. Sie wollen nach Mexiko. Per Anhalter, ohne Flugzeug und ohne Geld. Auslöser waren zwei Hochzeitseinladungen von Freunden aus Mexiko.

Die Utopie als Reiseziel

Gleichzeitig soll die Reise ein kleiner Selbsttest sein. Denn die drei träumen von einem Leben ohne Geld, ohne Gier und ohne Verschwendung. Und weil das so utopisch klingt und eigentlich niemand daran glaubt, dass die drei Studenten es wirklich bis nach Mexiko schaffen, wollen sie es erst recht beweisen.