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Wenn wir besonders gut sein wollen, dann stehen wir oft unter Druck. Dieses Gefühl kennen viele von uns aus der Schule, dem Studium oder vom Job. Eine Jurastudentin erzählt in dieser Folge der Ab 21 vom Prüfungsdruck in ihrem Studium. Außerdem gibt die Psychologin Muriel Böttger Tipps zum Umgang mit Druck und erklärt, wann er uns hilft und wann er eher hinderlich ist.

Für die einen besteht das Studium hauptsächlich aus Freizeitaktivitäten jeglicher Art, die anderen müssen Job(s) und Vorlesungen irgendwie unter einen Hut bekommen und wieder andere sind beinahe ausschließlich mit dem Lernen beschäftigt. Letzteres ist bei der Jurastudentin, die sich auf Instagram lawsome_life nennt, der Fall.

"Es ist auf jeden Fall so, dass ich auf meinem Schreibtisch Ordnung brauche, um mich während des Lernens auf das Wesentliche konzentrieren zu können."
Jurastudentin lawsome_life über ihren Umgang mit Druck beim lernen
Denn neben dem Konkurrenzkampf um die besten Noten, erzählt sie, sorgen eine Menge Lernstoff und eine anstrengende Prüfungsphase für ganz schön viel Druck im Studium. Um zusätzlichen Druck zu vermeiden, ist es für die Jurastudentin enorm wichtig, ein geordnetes Lernumfeld zu haben und den Kopf auch mal anderweitig freizubekommen. Im Podcast erzählt lawsome_life, wie sie das angeht.

Tipps, um mit Druck besser klarzukommen

"Im Endeffekt ist Druck ein anderer Begriff für Stress", erklärt die Psychologin Muriel Böttger. "Das heißt, wir erleben eine Stressreaktion im Körper. Es wühlt uns auf und lässt uns irgendwie spüren: 'Hier ist was im Argen.' Für unser Unterbewusstsein heißt das Gefahr, und dadurch fühlt sich Druck unangenehm an." Zwar ist es auch eine Typfrage, wie wir mit diesem Stress umgehen, doch es gibt auch Strategien, die wir alle erlernen können, so die Psychologin.

Die Psychologin Muriel Böttger.
© Muriel Böttger
Psychologin Muriel Böttger sagt, dass Druck auch förderlich sein kann, weil er uns anspornt.

Ein einfacher Tipp von Muriel Böttger ist es, tief durchzuatmen. "Im besten Fall atmen wir wirklich für vier Sekunden ein und für sechs Sekunden wieder aus", erklärt sie. "Denn das zeigt unserem Körper, der gerade diese biologische Stressreaktion spürt, dass biologisch gesehen alles in Ordnung ist. Denn tief und lange ein- und ausatmen können wir nur, wenn wir entspannt sind." Im Podcast verrät die Psychologin, welche weiteren Strategien uns helfen können und erklärt, wann uns Druck sogar anspornen kann.

Lesenswert:

Wissenswertes zu Druck in Schule und Studium:

  • Bei einer Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung im Herbst 2020 wurde für rund 58 Prozent der befragten Schüler und Schülerinnen des Abiturjahrgangs 2021 mit Migrationshintergrund eine hohe psychische Belastung festgestellt. Bei der Befragung im Frühjahr 2020 lag dieser Anteil noch rund 22 Prozentpunkte niedriger. Bei Schüler*innen, deren Eltern keinen Hochschulabschluss haben, waren die Werte ähnlich hoch.
  • Insgesamt zeigte sich demnach im Zeitverlauf der Corona-Pandemie bei allen befragten Abiturient*innen eine starke Zunahme von psychischen Belastungen.
  • Bei einer im November 2020 durchgeführten Studie der Bertelsmann Stiftung gaben rund 41 Prozent der befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen an, dass sie sich seit Corona psychisch besonders belastet fühlen. Fast die Hälfte der Befragten äußerte außerdem, dass sie Angst vor ihrer Zukunft hat.
  • Jeder vierte Studierende in Deutschland klagt über viel Stress und Erschöpfung. Das sind Ergebnisse einer Studie zur Gesundheit Studierender, die in Kooperation des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung mit der Freien Universität Berlin und der Techniker Krankenkasse im Jahr 2017 entstand.

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