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Viele unserer Träume werden nie in Erfüllung gehen. Träumen sollten wir sie trotzdem - dann wissen wir, wofür wir gelebt haben. Wer das nicht glaubt, sollte "Das vergessene Fest" von Lisa Kreißler lesen.

Seit acht Jahren sind Nina und Philipp zusammen. Seit vier Monaten wohnen sie im Haus der Großmutter, das nach der Renovierung sicher sehr schön sein wird. Jetzt wollen sie heiraten, romantisch im Wald - so wie Nina es sich immer ausgemalt hat.

Zur Hochzeitszeremonie kommen auch Ronda und Alif, Ninas beste Freunde aus Unizeiten. Nervös warten sie auf die Braut. Nina trägt ein schlichtes weißes Kleid, dazu silberfarbene Sneaker, in ihrem Haar steckt eine schwarzweiße Feder. Sie ist sehr schön, aber auch sehr traurig.

Eine geplatzte Hochzeit und andere Enttäuschungen

Eigentlich ist alle so, wie Nina es sich erträumt hat - trotzdem stimmt irgendetwas ganz und gar nicht. Und so geht Ninas alter Traum nicht in Erfüllung. Mit ihren Freunden flieht sie in den tiefen dunklen Wald. Ohne Philipp.

"Das vergessene Fest" von Lisa Kreißler erzählt nicht nur die Geschichte von einer geplatzten Traumhochzeit mitten im Wald, sie erzählt auch von anderen Enttäuschungen.

"Enttäuschungen, die jedem Menschen widerfahren können, manche weniger heftig, andere so unerträglich heftig, dass nur eine Flucht Linderung des Schmerzes verspricht. Manche fliehen ins Vertraute, andere ins Ungewisse."
Lydia Herms über "Das vergessene Fest"

Nina und ihre Freunde haben das Fest verlassen, um ihre eigene Party zu feiern. Auf einer Lichtung erzählen sie sich Geschichten. Geschichten über Enttäuschungen. 

Die Ängste sind vergessen

Irgendwann hören sie entfernt seltsame Musik, dazu Klatschen, Lachen und Rufen. Es klingt nach einem perfekten Fest. Wie hypnotisiert zieht es die Freunde dorthin. 

"Vergessen sind die Enttäuschungen, über die sie sich eben noch unterhalten haben. Vergessen sind auch ihre Ängste, sich in den Träumen zu verlieren. Denn Jeder darf träumen, was er will."
Lydia Herms

Das Buch:

"Das vergessene Fest" von Lisa Kreißler, erschienen bei Hanser Berlin, 189 Seiten.

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