Das Start-up "Feelspace" hat den Navi-Gürtel entwickelt, der uns mit Vibration auf dem Körper in die richtige Richtung leitet. Wir zeigen euch, wie ihr so einen Gürtel selbst basteln könnt.

Es wäre super, einen Magnetsinn wie Zugvögel zu haben, weil wir dann auf alle Navigationstools verzichten könnten. Weil wir den aber nicht haben, hat das Osnabrücker Uni-Start-up "Feelspace" einen Navi-Gürtel entwickelt - hauptsächlich für Blinde und Sehbehinderte. Deutschlandfunk-Nova-Reporter Michael Bödekker hat den Navi-Gürtel für uns getestet und ihn für sehr hilfreich beim Fahrradfahren oder Wandern bewertet.

Gürtel leitet per Vibration auf dem Körper

Der Osnabrücker Navi-Gürtel hat 16 Vibrationsmotoren eingebaut, kommuniziert mit einer eigenen Handy-App, mit der Ziele definiert werden. Bislang gibt es von dem Navi-Gürtel aber nur eine kleine Auflage zu einem ziemlich hohen Preis.

Anleitung für den Navi-Gürtel

Grund für Netzbastler Moritz Metz zu überlegen, ob er diese Art Navi-Gürtel nicht auch selbst herstellen kann.

Die Teile:

Moritz bestellt die Einzelteile im Netz, die Motorhalter fertigt er mit dem 3D-Drucker. 

Nach einigen Stunden der Verkabelung und Lötarbeit ist der Gürtel fertig - und er funktioniert! Mit Hilfe des Gürtels erfährt sein Träger eingenordete Zugvögel-Skills - von den 8 Motoren brummt immer derjenige, der gerade in Richtung Norden zeigt - solange das USB-Akkupack noch Strom hat.

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