Wenn das Navi uns in die Irre führt, sind wir meist verloren. Ein neues System soll unsere Orientierung stärken, damit wir auch ohne Navi ans Ziel kommen.

Unser Reporter Christoph Sterz hat einen ganz schlechten Orientierungssinn. Ohne Navi geht bei ihm so gut wie nichts. Nur: Navis arbeiten nach einer anderen Logik als der menschliche Orientierungssinn. In der Regel erzählt uns eine freundliche Stimme, ob wir nach 180 Metern rechts abbiegen sollen oder sechs Kilometer dem Straßenverlauf folgen. Bloß haben wir keinen inneren Kilometerzähler. Mit dieser Angabe können wir so gut wie nichts anfangen, außer aufs Navi zu starren, bis wir an der Stelle angekommen sind, wo wir abbiegen sollen.

"Fahren Sie Richtung Innenstadt, vorbei am Schloss. Dann an der Kreuzung, wo der Supermarkt ist, biegen Sie links ab."
Mögliche Ansage des Navigationssystems WayTo

Der Bildungspsychologe Stefan Münzer hat den menschlichen Orientierungssinn intensiv untersucht. Für uns Menschen seien Landmarken oder Orientierungspunkte wichtig, um einen Weg zu finden und uns diesen zu merken. Mit einem Team von Wissenschaftlern der Universität Münster entwickelt Stefan Münzer eine neues Navigationssystem mit dem Namen WayTo.

Orientierung leicht gemacht

Die Geoinformatikern Angela Schwering hat den Prototyp mit aufgesetzt. Zu sehen ist eine Basiskarte, in der genau diese Orientierungspunkte verzeichnet sind. Noch arbeitet das Team daran, auch die Darstellung der Karten zu verändern. Diese sollen einfacher und schematischer werden, denn für unsere Orientierung ist es nicht wichtig, dass wir die gesamte Länge einer Straße oder die ganzen Nebenstraßen auf einer Karte sehen können. Dafür wird dann Platz für andere relevantere Informationen sein.