Die Neugier treibt Stella dazu, sich als Hobby-Privatdetektivin auszutoben. Sie hat damit sogar schon eine Beziehung beendet. Selbst für Menschen, die eigentlich wenig neugierig sind, kann die Neugier als Werkzeug nützlich sein.

Angefangen ihre Neugier zu stillen hat Stella als Teenager. In dieser Zeit hat sie für sich selbst, aber auch ihre Freund*innen angefangen, nach kleinen privaten Neuigkeiten zu suchen. Immer mit im Gepäck: Die Lust am Stillen ihrer Neugier.

Über Soziale Netzwerke und Fotoplattformen konnte sie dann zum Beispiel das Wochenende ihrer Bekannten rekonstruieren. Ihre Neugier ging so weit, dass sie sogar einmal einen Betrug aufdeckte.

"Tatsächlich habe ich mal eine Beziehung beendet, weil ich herausgefunden habe, dass derjenige schon sehr lange eine Freundin hat und trotzdem fremdgeflirtet hat."
Stella über ihre Erfahrungen mit der Neugier

Nach der Schulzeit konnte Stella auch in ihrem Job im Gesundheitswesen ihre Neugier nutzen, um ihren Patienten zu helfen. Da diese teilweise nicht mehr sprechen konnten, versuchte Stella mehr über die Vergangenheit herauszufinden.

Mittlerweile arbeitet sie mit Jobbewerbern und freut sich schon vor dem Vorstellungsgespräch ein paar Informationen sammeln zu können, die ihr auch im Gespräch weiterhelfen können. Sie sagt selbst, dass es ihre neugierige Seele ein bisschen befriedigt, mehr über Personen zu erfahren.

Wissenschaftliches Verständnis von Neugier

"Neugier zeichnet sich dadurch aus, dass man eine definierte Wissenslücke identifiziert und auch einen Drang danach hat, die Wissenslücke zu schließen."
Miriam Barnat, Professorin für Hochschuldidaktik

Am meisten entsteht Neugier, wenn es einen mittleren Wissenstand gibt. Weiß man schon sehr viel über ein Thema, dann ist der Drang nicht so groß, noch mehr herauszufinden. Und wenn man noch fast gar nichts weiß, wird die Neugier dadurch gebremst, dass man nicht weiß, wo man anfangen soll, diese Wissenslücke zu schließen, sagt Miriam Barnat, Professorin für Hochschuldidaktik an der Fachhochschule Aachen.

Aus Neugier ergibt sich auch ein Antrieb, durch den es leichter fällt zu lernen.

"Ich glaube, das man von der Neugier lernen kann, denn die Neugier ist eine optimale Lernstrategie vom Hirn."
Miriam Barnat, Professorin für Hochschuldidaktik an der Fachhochschule Aachen

Miriam Barnat sagt: Neugier ist eine angeborene Eigenschaft. Es gibt also tendenziell neugierigere Menschen und weniger neugierige Menschen. Da es sich aber für den Lernerfolg lohnen kann, neugierig zu sein, rät die Expertin, sich bei einem Thema, was uns nicht interessiert, Randthemen zu suchen, die für uns spannend sind.

Dadurch könnten wir auch die Neugier auf das eigentliche Thema steigern.

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