Die Zahl ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes so hoch wie seit 20 Jahre nicht mehr. Demnach lag der Anteil von Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss im Schuljahr 2024/2025 bei 8,4 Prozent. Das sind 65.000 Schüler und Schülerinnen. Höher war der Anteil nur im Schuljahr 2002. Da lag er bei 8,9 Prozent.
Die Deutsche Presse-Agentur schreibt dazu, dass Pisa und weitere Studien seit Jahren zeigen, wie es mit den Schulleistungen in Deutschland bergab geht. Die Auswirkungen würden sich am Ende der Schulzeit zeigen, wenn Abgängerinnen und Abgänger nicht mal einen Hauptschulabschluss in der Tasche hätten. Und ohne Schulabschluss werde es mit einer beruflichen Karriere schwer.
Das Bundesbildungsministerium verweist auf Programme, die gegensteuern sollen. Zum Beispiel mit der Förderung von Kindern aus armen Familien oder mit Lernschwierigkeiten, wie beim "Startchancen-Programm". Das Bildungsministerium verspricht gleichzeitig eine Trendwende durch das neue Kita-Gesetz. Über das hat der Bundestag Freitag erstmals beraten.
Bundesbildungsministerin Karin Prien hat auf Bayern 2 dazu gesagt, dass die frühkindliche Bildung entscheidend sei. Sie plant bundesweite Sprachtests in Kitas für vierjährige Kinder. Auch mathematische und soziale Fähigkeiten sollten abgefragt werden, um im Bedarfsfall gezielt zu fördern, bevor Kinder in die Schule kommen.
