Bei Ausgrabungen wurden zum Teil hunderte weitere Gräber im Umfeld eines Königsgrabs gefunden - offenbar von Handwerkern, Beamten und auch von einem Teil seiner Familie. Die Theorie, dass sie möglicherweise für ihren König geopfert wurden, ist schon alt - nur gab es dafür bisher wohl keine Belege. Eher im Gegenteil: An den Skeletten wurden keine Hinweise auf Gewalteinwirkung gesehen.
Dem widerspricht eine neue Studie im Fachmagazin Frontiers in Environmental Archaeology. Dort werden Funde aus Abydos in Ägypten neu bewertet. Demzufolge sind bei vielen menschlichen Überresten von dort Spuren auf Gewalteinwirkung zu erkennen. Sie seien aber bei der Ausgrabung nicht entdeckt oder falsch gedeutet worden. Moderne forensische Methoden geben demzufolge Grund zur Annahme, dass sie sehr wohl rituell getötet wurden. Viele wurden wohl erschlagen.
