Der Kontakt zu anderen Menschen ist nicht nur wichtig, damit wir uns nicht einsam fühlen -

Studien haben auch schon gezeigt, dass unsere psychische Gesundheit damit zusammenhängt. Und eine große Überblicksstudie im Journal of Epidemiology and Community Health kommt jetzt zu dem Schluss: Wenn wir bis ins Alter gesellschaftlich aktiv bleiben, dann kann unser Gehirn länger fit bleiben.

Das Team hat Daten aus Langzeitstudien mit insgesamt fast 58.000 Teilnehmenden aus 24 Ländern ausgewertet. In allen davon haben sozial aktive Ältere bei Tests zur geistigen Leistungsfähigkeit besser als inaktive Gleichaltrige abgeschnitten. Sie hatten zum Beispiel eine höhere Gedächtnisleistung, waren beim Rechnen oder Aufzählen von Tiernamen besser. Schon das Teilnehmen an einer sozialen Aktivität reichte aus - bei mehreren Aktivitäten war der Effekt noch stärker. Besonders wirksam ist laut der Studie ehrenamtliche Arbeit und Mitglied im Sportverein sein. Auch Fortbildungskurse besuchen oder Kinder betreuen wirkten sich positiv aus. Sich engagieren in politischen Gruppen oder in der Kirche hatte dagegen kaum bis keinen Effekt.

Die Forscher weisen auch auf Einschränkungen ihrer Arbeit hin. Sie können unter anderem nicht ganz ausschließen, dass Leute mit von vornherein besserer geistiger Gesundheit eher am sozialen Leben teilnehmen. Das Team betont aber trotzdem, dass soziale Aktivitäten von und für ältere Menschen gefördert werden sollten.