Pinguine leben in der Antarktis in Schnee und Eis. Wenn sie in den Schnee kacken, könnten sie aber unbeabsichtigt dazu beitragen, dass genau dieser Schnee schmilzt.

Darauf deutet eine Studie im "Journal of Geophysical Research: Biogeosciences" hin. In Pinguinkot steckt viel Phosphat drin – das wirkt wie Dünger, der das Wachstum grüner Schneealgen fördert. Diese Algen färben den Schnee dunkel. Dadurch absorbiert der Schnee bis zu 40 Prozent mehr Sonnenenergie als sauberer weißer Schnee. Die Folge: Der Schnee schmilzt schneller.

Das Team geht davon aus, dass der Effekt in Zukunft wichtiger werden könnte: Wenn sich Pinguine und andere Seevögel in neue Gebiete ausbreiten, könnten auch die von ihrem Kot gedüngten Algenflächen wachsen. Bisher wurde dieser biologische Einfluss auf die Schneeschmelze in Modellen nicht berücksichtigt.