Wie bei einem Erdbeben wackelt dabei der Boden. Grund dafür sind aber keine Erdplatten-Verschiebungen, sondern unterirdische Eisbewegungen. Ein Team der Penn State University untersucht diese Eisbeben in der Antarktis schon seit fünf Jahren. Über 2000 Eisbeben haben sie beobachtet und eine gewisse Regelmäßigkeit festgestellt: Immer nach einem Vollmond oder Neumond gab es besonders viele Eisbeben. Und bei Flut gibt es auch mehr Eisbeben.
Die Forschenden haben eine Theorie aufgestellt: Während der Flut wird das Eis von Gletschern weiter ins Landesinnere gedrückt. Dabei wandert das Eis auch leicht bergauf. Irgendwann ist der Gegendruck zu groß und das Eis rutscht zurück Richtung Meer. Es kommt zu einem Eisbeben.
Die Forschenden sagen, wenn sie die Eisbeben besser verstehen, dann verstehen sie auch besser, wie genau die Antarktis Eis verliert.
