Dabei wäre es gut für die Umwelt, wenn wir einen Teil unseres Proteinbedarfs über Insekten zu uns nehmen würden, statt über Fleisch wie bisher. Um unsere Einstellung zu Insekten als Nahrungsmittel zu verändern, kann ein Blick in die Archäologie helfen. Das sagt eine Archäologin der Uni Durham in Großbritannien. Ihr zufolge sind Insekten seit Tausenden von Jahren Teil der menschlichen Ernährung. Es ist also gar nicht unbedingt etwas neues.
In der Fachzeitschrift World Archaeology schreibt sie, dass Forschende in antikem menschlichem Abfall Hinweise gefunden haben, dass Insekten gezüchtet und gelagert wurden. Aus Australien gibt es zum Beispiel Belege, die darauf hindeuten, dass vor etwa 2.000 Jahren Motten gekocht und zu Nahrung verarbeitet wurden. Und bis heute werden in vielen Teilen der Erde Heuschrecken gegessen.
Die Forscherin betont, dass Insekten oft als Nahrungsmittel der Zukunft beschrieben werden, dabei gehören sie für viele Menschen schon lange zum kulinarischen Erbe. Je nach Art und Haltung wird für Insektenzucht weniger Land gebraucht und es werden geringere Treibhausgasemissionen verursacht als für herkömmlich produziertes Fleisch.
