Handel mit wildlebenden Arten - da denken viele erst mal an Elefanten, Tiger oder Schuppentiere. Eine neue Studie zeigt jetzt: Es geht um viel mehr.

Forschende schreiben im Fachmagazin Science Advances, dass weltweit mindestens 107.000 verschiedene Tier-, Pflanzen- und Pilzarten gehandelt werden. Das sind mehr als doppelt so viele wie bisher angenommen. Gemeint sind dabei zum Beispiel auch Tropenholz, Heilpflanzen, Zierfische oder Morcheln. Die Forschenden warnen: Die tatsächliche Zahl könnte noch deutlich höher liegen, weil viele Länder keine verlässlichen Daten sammeln.

Der größte Teil des Handels ist legal und bringt jährlich bis zu 300 Milliarden US-Dollar ein. Illegaler Handel kommt noch mal oben drauf - da gehts geschätzt um etwa 40 Milliarden Dollar. Laut Studie hat das alles zum Aussterben von fast 300 Arten beigetragen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fordern deshalb, Handelsdaten künftig besser und international abgestimmt zu erfassen – zum Beispiel über Zoll- und Veterinärkontrollen. Sie meinen, dass sich sonst der Verlust der biologischen Vielfalt kaum stoppen lässt.