In Deutschland stellen in diesem Jahr deutlich mehr Menschen einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung.

Bis Ende August waren es rund 12.000 Anträge. Also mehr als dreimal so viele wie im ganzen letzten Jahr. Das hat das Verteidiungsministerium den Funkemedien bestätigt, zu denen etwa das Hamburger Abendblatt gehört.

Ein Grund dafür für die vielen Anträge ist demnach das neue Wehrdienstgesetz. Seit Januar werden junge Menschen ab 18 Jahren erfasst. Männer müssen einen Fragebogen ausfüllen und angeben, ob sie für den Dienst an der Waffe infrage kommen. Eine allgemeine Wehrpflicht gibt es aber aktuell nicht. Das Recht, den Dienst an der Waffe aus Gewissensgründen zu verweigern, bleibt.