Silikon ist total praktisch.

Es steckt in unzähligen Alltagsprodukten – von Backformen und Babyfläschchen bis hin zu Dichtungen und medizinischen Schläuchen. Doch gerade weil das Material extrem gut darin ist, hohe Temperaturen und Chemikalien auszuhalten, lässt es sich bisher kaum recyceln.

Forschende von der TU Berlin und der Uni Bonn melden im Fachjournal Nature jetzt einen Durchbruch: ein Verfahren, das sie zum Patent angemeldet haben. Sie konnten Silikon über verschiedene chemische Reaktionen fast vollständig in seinen chemischen Grundbaustein zerlegen (Dimethyldichlorosilan). Daraus lassen sich anschließend wieder neue Silikonprodukte herstellen.

In ersten Tests mit einzelnen Alltagsprodukten erreichte das Verfahren Recyclingquoten von um die 90 Prozent. Das könnte künftig Ressourcen sparen. Allerdings nutzt das Verfahren bisher noch einen hochgiftigen Stoff, und es ist noch nicht klar, ob es in der Industrie im großen Maßstab funktioniert.