Bisher werden sie kaum recycelt, sondern verbrannt. Die dänische Hauptstadt Kopenhagen will gebrauchte Einwegwindeln jetzt aber einsammeln und ins Recycling schicken - mit eigenen Windel-Tonnen in Krippen, Kindergärten, und an Wohnhäusern. Ab nächstem Februar soll auch in Pflegeheimen gesammelt werden.
Die Windeln werden dann in einem speziellen Werk wiederverwertet. Die Plastikfolie, die aufsaugenden Polymere, Flüssigkeiten und Exkremente werden laut Stadtverwaltung entweder zu Biogas verarbeitet oder als Fernwärme verbrannt. Teils können sie aber auch zu Material für die Innenauskleidung von Fahrzeugen oder zu Baustoffen wiederaufbereitet werden.
Die stellvertretende Kopenhagener Bürgermeisterin sagt, das Windelrecycling sei ein großer Gewinn fürs Klima. In Dänemark wird bisher nicht mal die Hälfte der Abfälle recycelt.
Windeln bestehen aus einem komplexen Gemisch aus Polyethylen, Polypropylen, außerdem Cellulose und anderen supersaugfähigen chemischen Kunstfasern. Seit einigen Jahren arbeiten Forschende auch an Methoden, die Stoffe sauber voneinander zu trennen - mit enzymbasierten Verfahren. Die haben schon Erfolge gezeigt. Die Hoffnung ist, die Stoffe aus den benutzten Windeln in Zukunft so wieder in den Kreislauf zurückführen zu können.
