Und das hat wohl bis heute schwere Auswirkungen auf die Tierwelt, schreibt jetzt ein Forschungsteam im Fachblatt PNAS. Die Gruppe hat den nördlichen und östlichen Golf untersucht - und festgestellt, dass dort von 2011 bis 2015 die Bestände je nach Tiergruppe um bis zu 85 Prozent geschrumpft sind. Und die niedrige Zahl an Fischen, Krebstieren und Co. im Meer hält seit mehr als zehn Jahren an. Besonders stark betroffen sind laut Studie Tiergruppen wie Krill und Laternenfische, die zu den Tiefseefischen zählen. Diese Arten tragen zum Kohlenstoffkreislauf bei und sind wichtiges Fressen für größere Meeresbewohner wie Thunfische, Wale und Delfine und auch für Seevögel. Erbgut-Analysen von mehreren Laternenfischarten deuten außerdem auf einen Rückgang der genetischen Vielfalt hin, sagen die Forschenden.
Das Team schließt natürliche Phänomene als Ursachen für das alles aus und schlussfolgert: Eine großflächige Verschmutzung und die Gegenmaßnahmen dürften den Rückgang ausgelöst haben. Denn der Verlust setzte kurz nach der Explosion auf der Deepwater Horizon ein.
