Nach den Demonstrationen und Ausschreitungen in Frankreich berichten viele Frauen dort über ungewöhnliche Menstruationsbeschwerden.

Sie vermuten, dass der Auslöser das Tränengas war, dem sie ausgesetzt waren. Diesen Monat hat sich auch ein Kollektiv gegründet, das fordert, die gesundheitlichen Auswirkungen von Tränengas auf Frauen besser zu erforschen. Nach eigenen Angaben hat die Gruppe schon rund 8.000 Berichte erhalten von Frauen, die Unterleibskrämpfe oder ungewöhnliche Blutungen beobachtet haben.

In Frankreich verwendet die Polizei CS-Gas, das reizt die Augen, Haut, Nase, Rachen und Lunge. Normalerweise klingen die Symptome nach wenigen Minuten wieder ab. Es gibt einige kleinere Studien mit Hinweisen, dass CS-Gas auch gynäkologische Beschwerden auslösen kann. Die Datenlage ist aber noch schlecht.

Einige Medizinerinnen und Mediziner vermuten dagegen, dass Stress und Angst bei den Demos die Probleme bei den Frauen ausgelöst haben könnten. Eine linke Politikerin forderte, Tränengas bei Demos zu verbieten, bis die Zusammenhänge besser erforscht sind.