Doch tief unten in der Erde gibt es warmes Wasser und auch das lässt sich zum Heizen nutzen. Erdwärme oder Geothermie heißt das, und die soll ausgebaut werden. Nordrhein-Westfalen zum Beispiel plant, in knapp 20 Jahren ein Fünftel des Wärmebedarfs klimaneutral aus der Erde zu holen.
Um herauszufinden, wo das am besten geht, beginnt der Geologische Dienst mit Messungen. Dabei wird der Untergrund auf einer Länge von insgesamt 180 Kilometern geprüft, mit Hilfe von speziellen Rüttel-Fahrzeugen und verschiedener Messtechnik.
Vor allem auf das nördliche Münsterland setzen die Fachleute Hoffnung. Da gibt es Sandstein- und Kalksteinschichten, die oft Spalten und Hohlräume haben. Und darin kann warmes Wasser fließen. Wenn solche Stellen gefunden werden, können Kommunen, Stadtwerke und Unternehmen überlegen, ob sie Erdwärmeprojekte starten.
Das warme Wasser wird dann an die Oberfläche gepumpt und die Wärme wird an ein Fernwärmenetz, an Industriebetriebe oder Gewächshäuser abgegeben.
