Ernährungsarmut - das bedeutet, dass Menschen zwar nicht hungern, aber auch nicht genug Geld haben, um sich gesund zu ernähren.
Weltweit ist das bei fast 2,8 Milliarden Menschen der Fall. Aber: Die Situation hat sich verbessert. Die Zahl der von Ernährungsarmut betroffenen Menschen ist letztes Jahr gesunken, um 78 Millionen im Vergleich zum Jahr davor. Das zeigen Zahlen des katholischen Hilfswerks Misereor ("Armutslücke Welternährung").
Um sich gesund zu ernähren fehlen vielen Menschen umgerechnet gut zwei Euro 40 pro Tag. Das Hilfswerk hat ausgerechnet, dass die Weltgemeinschaft diese Armutslücke schließen könnte, wenn sie 1,3 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung dafür aufbringen würde. Besonders schwierig ist die Lage in Mosambik, wo sich über 60 Prozent nicht gesund ernähren können. Das heißt sie kaufen zu oft bloß Brot oder Reis, um satt zu werden, aber zu wenig nährstoffreiche Lebensmittel wie Obst, Gemüse oder tierische Lebensmittel. In Deutschland geht das 13 Prozent der Menschen so.
