Insgesamt waren es rund 654.000 Babys - mehr als ein Zehntel weniger als noch zehn Jahre vorher. Und eine Untersuchung vom Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln, kurz IW, hat jetzt ergeben: Der Trend dürfte auch so schnell nicht anders werden.
Wie viele Kinder geboren werden, hängt laut IW grundsätzlich von zwei Faktoren ab: Wie viele potenzielle Eltern es gibt und wie häufig sich die für Kinder entscheiden. Und Frauen bekommen Kinder meistens im Alter zwischen 25 und 39 Jahren. Aber: Die Zahl der Frauen in dem Alter dürfte der Untersuchung zufolge bis 2035 deutschlandweit um gut ein Zehntel sinken - so könnten wesentlich weniger Paare Eltern werden. Der Studienautor erwartet eine unterschiedliche Entwicklung in Ost- und Westdeutschland: Im Osten soll die Zahl junger Frauen ab 2030 langsam wieder steigen, im Westen soll sie dagegen auch über 2035 hinaus weiter zurückgehen.
Ein IW-Experte sagt dazu: Um etwas gegen den Rückgang bei den Geburten zu tun, muss die Politik den Menschen die Entscheidung für Kinder leichter machen - und vor allem bei Unterstützungsangeboten nachbessern.
