Tschechien ist EU-Mitglied, zahlt aber noch mit der eigenen Währung - der Krone.

Beim EU-Beitritt 2004 wurde festgelegt, dass Tschechien den Euro einführen soll, sobald es alle Kriterien dafür erfüllt - drei von vier dieser Stabilitätskriterien sind schon erfüllt. Doch die rechtspopulistische Regierung will eine Euro-Einführung verhindern, indem sie die Krone als Landeswährung in der tschechischen Verfassung verankert. Dazu hat das Kabinett jetzt einen Gesetzesentwurf ins Parlament eingebracht.

Damit der umgesetzt wird, bräuchte die Regierung aber in beiden Parlamentskammern viele Stimmen von der Opposition. Einen Abstimmungstermin gibt es bisher noch nicht.

Die tschechische Krone gibt es seit 1993 - seit der Aufspaltung der damaligen Tschechoslowakei in die Nachfolgestaaten Tschechien und Slowakei. Die Slowakinnen und Slowaken zahlen schon seit 2009 mit dem Euro.