Google hat in Finnland hunderttausende Bäume fällen lassen, um auf dem Gelände Rechenzentren zu bauen. Das könnte jetzt strafrechtliche Folgen haben.

Die finnische Polizei hat mitgeteilt, dass sie wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Umweltrecht ermittelt. Laut den Behörden hat eine Tochtergesellschaft von Googles Mutterkonzern Alphabet, in Nordfinnland Rodungs- und Entwässerungsarbeiten durchgeführt, bevor die vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfungen abgeschlossen waren.

Gefahr für Flüsse und Grundwasser

Umweltschützer sagen, dass auch Flächen gerodet wurden, die als schützenswert ausgewiesen waren. Außerdem könnte Regenwasser, das auf den gerodeten, sauren Boden trifft, Flüsse verunreinigen. Laut der Aufsichtsbehörde zeigt das Wasser in der Region schon Zeichen der Versauerung.

Googles Finnland-Chef hat im Fernsehen um Entschuldigung gebeten. Man sei davon ausgegangen, dass die Arbeiten auch vor Abschluss des Prüfungsverfahrens rechtlich möglich gewesen seien. Google will in Finnland 15 Milliarden US-Dollar in die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz investieren, so viel wie nirgendwo sonst in Europa.