Wenn eine Frau erst später im Leben Kinder bekommen will, hört sie oft die Warnung: Deine Eizellen sind nicht mehr so frisch, da ist das Risiko für Chromosomenfehler beim Baby oder eine Fehlgeburt höher.
Ein Team der Uni Chiba und weiterer japanischer Forschungs-Einrichtungen hat dafür einen wichtigen Grund entdeckt: einen biologischen Klebstoff in den Eizellen. Beim Menschen und anderen Säugetieren werden Eizellen schon vor der Geburt im weiblichen Körper angelegt und sind dann Jahre oder Jahrzehnte quasi auf Schlummer-Pause - bis zum Eisprung.
In diesem Schlummer-Zustand hilft der neu entdeckte molekulare Klebstoff dabei, die Chromosomen in der Eizelle zusammenzuhalten. Tests bei Mäusen haben gezeigt, dass bei Eizellen ohne den Stoff schnell Probleme auftreten. Die Forschenden hoffen, dass ihre Erkenntnisse dabei helfen könnten, dass Frauen länger fruchtbar bleiben. Die Studie ist im Fachjournal Nature Aging erschienen.
