Eine Studie im Fachmagazin Nature zeigt, dass es über 1.000 Stellen im Erbgut gibt, die mit der Persönlichkeit zu tun haben. 824 davon waren vorher unbekannt.
Für die Untersuchung hat das Team Daten aus 46 Studien weltweit zusammengeführt. Je nach untersuchter Eigenschaft flossen Daten von bis zu einer Million Menschen ein. In allen Studien wurden DNA-Proben genommen und die fünf bekannten Persönlichkeitsmerkmale aus dem sogenannten Big Five-Modell untersucht. Extraversion, also wie offen und gesellig jemand ist, Verträglichkeit, also wie freundlich und rücksichtsvoll, Gewissenhaftigkeit, also wie ordentlich und zuverlässig, Neurotizismus, also wie ängstlich oder ausgeglichen und Offenheit für Erfahrungen, also wie neugierig und fantasievoll jemand ist. Anschließend wurde das Erbgut der Menschen verglichen und geschaut, wo es Unterschiede gibt, die mit einer Eigenschaft zusammenhängen.
Die Forschenden betonen aber, dass es nicht das einzelne Gen gibt, das jemanden schüchtern oder mutig macht: Tatsächlich würden die Gene nur einen kleinen Teil der Unterschiede zwischen Menschen erklären - zwischen fünf und neun Prozent. Der deutlich größere Teil der Unterschiede dürfte auf Umweltfaktoren und weitere Einflüsse zurückgehen, wie Erziehung, Bekanntenkreis und was ein Mensch erlebt.
