Darauf deutet eine Studie der Uni Zürich mit knapp 190 Berufstätigen hin. Sie alle arbeiteten in einer virtuellen Büroumgebung mit verschiedenen KI-Assistenten zusammen, die alle technisch identisch waren, aber anders dargestellt wurden: Eine Version hieß etwa "Johan", die andere "Johanna".
Anschließend sollten die Teilnehmenden einen Geldbetrag zwischen sich und ihrem KI-Assistenten aufteilen. Ergebnis: Johanna bekam rund zehn Prozent weniger Geld als der männlich dargestellte KI-Assistent. Außerdem wurde dieser als menschenähnlicher eingeschätzt.
Die Forschenden sehen darin Hinweise darauf, dass bekannte Geschlechterstereotype aus der Arbeitswelt auch auf künstliche Intelligenz übertragen werden können. Dabei hatten viele Teilnehmende zuvor angegeben, das Geschlecht einer KI sei ihnen egal. Ihr Verhalten sprach allerdings dagegen.
Das Team schreibt, dass Unternehmen deshalb genau überlegen sollten, wie KI-Assistenten gestaltet und präsentiert werden.
