Damit im Geschichtsunterricht möglichst viel hängen bleibt, laden Lehrkräfte gern Zeitzeuginnen und -zeugen ein.

Eine Pädagogik-Studie der Uni Tübingen zeigt jetzt: Das bringt für den Lernerfolg auch am meisten. Aber: Auch Videos reichen an einen persönlichen Besuch heran. Im Unterreicht begleitet wurden 1.300 Neuntklässler in Baden-Württemberg, die die deutsch-deutsche Transformationszeit nach 1989 behandelt haben.

Eine Gruppe erhielt Besuche von Betroffenen aus Ost und West, die zweite Gruppe bekam Videos mit denselben Menschen, eine dritte Gruppe bekam reguläres Unterrichtsmaterial. Diese Schülerinnen und Schüler wussten am Ende am wenigsten über die Wende-Zeit. Die mit den Besuchen am meisten, und fast genauso viel die mit den Videos.

Ein Studien-Autorin sagt: Am besten ist es, zu einem Thema unterschiedliche Erinnerungen darzustellen - weil das das Verständnis für andere Perspektiven schärft. Und das ist wichtig für ein demokratisches Zusammenleben.