Essenseinladungen, Fortbildungen, Besuche, Honorare - Pharmaunternehmen investieren viel Geld, um Ärztinnen und Ärzte für ihre Medikamente zu interessieren.

Eine Übersichtsstudie zu mehr als 90 Untersuchungen weltweit zeigt: Ärztinnen und Ärzte, die Geschenke oder Zahlungen von Pharmafirmen annehmen, verschreiben ihren Patientinnen und Patienten insgesamt mehr Medikamente. Und: Sie verschreiben auch öfter Mittel, die von medizinischen Leitlinien abweichen.

Spannend war für das Team, dass die Pharmafirmen schon mit kleinen Beträgen große Effekte erzielten: Oft reichte es aus, Ärztinnen oder Ärzten eine Mahlzeit zu bezahlen und diese änderten ihr Verschreibungsverhalten. Allerdings glaubten sie weiterhin, unbestechlich zu sein. Die Daten zeigen laut Forschungsteam aber, dass solche Marketingstrategien der Pharmafirmen wirken.

Deshalb empfiehlt es klare Regeln, die die Kontakte von Pharmafirmen zu Ärztinnen und Ärzten begrenzen.