Jüngere Menschen benutzen das Wort "bitte" laut einem Forschungsprojekt der FU Berlin und der Uni Bielefeld (zwar) seltener. Deshalb sind sie aber noch lange nicht unhöflicher. Die Forschenden sagen, dass Höflichkeit in der Alltagssprache vielfältig sein kann. Statt (auf das) ((des)) Wort((s )) „bitte“ greifen Jüngere häufiger auf andere sprachliche Mittel zurück, wie ((die Wörter)) „vielleicht“ oder „eventuell“. Sie können die Verbindlichkeit einer Bitte abmildern, wie in dem Satz „Kannst du mir das vielleicht erklären?“. Jüngere Menschen haben offenbar ein anderes Verständnis von Höflichkeit. Bei ihnen ist auch auffällig, dass sie ihr Gegenüber seltener Siezen als ältere Menschen.
Auch Regionalität spielt eine Rolle. In der Schweiz etwa ist es sehr verbreitet, Personen bei der Begrüßung mit Namen anzusprechen, anders als in Deutschland und Österreich. Daraus folgt aber nicht, dass Schweizerinnen und Schweizer höflicher oder unhöflicher sind.
