wenn viele Babyboomer innerhalb kurzer Zeit ihren Wohnraum vererben oder für altersgerechtes Wohnen aufgeben. So ist zumindest eine These. Dieser sogenannte Silver Tsunami wird in der Immobilienbranche aber nicht eintreten, sagen Fachleute vom Institut der deutschen Wirtschaft. Sie haben Zensus-Daten von 400 Landkreisen und Städten analysiert und daraus eine Prognose für die Zukunft erstellt. Auf dem Land geht diese Rechnung auf, in Großstädten und den Speckgürteln bleibt die Nachfrage nach Wohnraum aber höher als das Angebot.
Denn laut Analyse wollen zwar ein Drittel der Über-65-Jährigen umziehen, weil sie ihre Wohnung oder ihr Haus als zu groß empfinden. Sie tun es aber aus Mangel an Alternativen und wegen zu hoher Kosten nicht. Deshalb fordern die Fachleute, dass die Politik es Älteren finanziell und bürokratisch erleichtert, sich zu verkleinern.
