Eine Forschungsarbeit im Fachmagazin Antiquities zeigt: Die Kinder wurden wohl mit Drogen und Alkohol betäubt, bevor man sie getötet hat. Ein Archäologieteam hat die Fingernägel und Haare von acht Kinder-Gletschermumien aus dem Inka-Reich untersucht. Alle wurden im Hochgebirge geopfert - und bei allen fanden sich Rückstände von Kokain, bei einigen auch Spuren von Alkohol und Koka-Blättern.
Ein Kind hatte Spuren des Pflanzenstoffs Harmin im Körper. Der löst Halluzinationen aus und ist Bestandteil des rituellen Getränk Ayahuasca. Laut den Forschenden wirkt er stimmungsaufhellend und könnte dem Kind gegeben worden sein um ihm die Angst zu nehmen. Oder die Kinder haben unter Drogeneinfluss den Weg auf den Berg besser überstanden.
Außerdem waren die Kinder in der Vorstellung der Inka im Ritual auch Vermittler zwischen Göttern und Menschen, vielleicht sollten ihnen die psychoaktiven Stoffe dabei helfen.
